Schufafreier Kredit und Restschuldversicherung


Wie nötig oder sinnvoll ist der Abschluß einer Restschuldversicherung in Zusammenhang mit einem schufafreien Kredit?

Sie beantragen einen Schweizer Kredit (=schufafreier Kredit) und als erstes wird Ihnen der Vertrag einer Restschuldversicherung vorgelegt. Macht das eigentlich Sinn? Und wie verhält es sich damit in Zusammenhang mit einem schufafreien Kredit, oftmals als Schweizer Kredit bezeichnet?

Info: Schufafreier Kredit und Restschuldversicherung
Info: Schufafreier Kredit und Restschuldversicherung
Restschuldversicherungen werden oft auch als Kreditratenversicherung oder Restkreditversicherung bezeichnet. Sie werden sehr oft bei der Beantragung vom Schweizer Kredit mitverkauft. Diese Versicherungen sollen dazu dienen, das Risko einer Kreditaufnahme bei Todesfall, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit abzudecken oder mindestens zu mildern. Hier ist im Leistungsfalle die restliche Kreditsumme zum Beispiel eines schufafreien Kredites oder die laufende Ratenzahlung versichert. Diese Versicherungsart wird üblicherweise direkt bei der Kreditbeantragung mit abgeschlossen und meistens als einmaliger Beitrag zusätzlich zur Kreditsumme mitfinanziert.

Manche Kreditinstitute verlangen in Zusammenhang mit einem Ratenkredit grundsätzlich den Abschluß einer solchen Absicherung. In diesem Fall sollte der Verbraucher darauf achten, dass dann die anfallenden Kosten bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses mit berücksichtigt werden.

Wird ein schufafreier Kredit beantragt, so verlangt die kreditgebende Bank diese Versicherung nicht. In solch einem Falle ist es der Kreditvermittler, der bei Kreditbeantragung dieses Produkt mitverkauft, um die Provisionseinnahmen zu erhöhen.

Die Kreditratenausfallversicherung ist im Gegensatz zur herkömmlichen Restschuldversicherung allerdings eine Unfallversicherung, bei der natürlich Leistungen bei Unfalltod (und nur dann), bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit eingeschlossen sind.

Schufafreier Kredit und Restschuldversicherung – auf alle Fälle auf AGB´s achten

Auf alle Fälle sollte man sich die AGB´s und Leistungsbeschreibungen dieser Produkte ganz genau zu Gemüte führen. Verschiedene Klauseln schränken die Leistungspflicht stark ein, so werden zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit Leistungen nach einer Karenzzeit von 120 Tagen häufig nur für höchstens 12 Monate erbracht. Auch können diese Produkte nur von vollzeitbeschäftigten Kreditnehmern in einem bestimmten Altersrahmen abgeschlossen werden und erscheinen daher als Absicherung eines Kredites, wenn überhaupt, nur für eine kleine Klientel geeignet zu sein.

Bei der Beantragung eines schufafreien Kredites wird von der kreditgebenden Bank keine solche Absicherung verlangt oder auch nur angeboten. Dies geschieht in der Regel, wenn dieser Kredit über einen Kreditvermittler beantragt wird. Da es sich bei einem schufafreien Kredit immer um relativ kleine Kreditsummen mit einer niedrigen Ratenzahlung handelt (3.500.- oder 5.000.- €), macht dies auch wenig Sinn. Diese würde sich auch in Notfällen über einen längeren Zeitraum bedienen lassen.

Wer sich trotzdem weitergehend absichern möchte kann dies alternativ über eine kostengünstige Risikolebensversicherung oder eine Restschuldversicherung tun, dabei sollte man darauf achten, daß die Versicherungssumme den Kreditbetrag nicht übersteigt.

Fazit:

Wird ein schufafreier Kredit beantragt, dann dient der Abschluss einer Restschuldversicherung im Wesentlichen der Erhöhung des Provisionseinkommens des Kreditvermittlers. Die kreditgebende Bank verlangt solch eine Versicherung nicht. Da es sich hier um relativ geringe Kreditsummen handelt, raten wir von einer derartigen Versicherung eher ab.


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