Auskunfteien in Deutschland


Was sind Auskunfteien?

Als Auskunfteien werden private Firmen bezeichnet, die personenbezogene Daten, meist über das Zahlungsverhalten von Personen oder Unternehmen, sammeln und diese dann an andere Unternehmen zum Zwecke der Bonitätsprüfung verkaufen. Die Auskunfteien tragen diese Informationen nicht nur für die kreditgebenden Institutionen sondern traditionell auch für den Handel, für Telekommunikationsunternehmen oder andere Branchen zusammen.

Besonders Banken und Sparkassen nehmen die Dienste der Auskunfteien wohl vor jeder Kreditvergabe in Anspruch. Stellt also ein potentieller Kunde eine konkrete Kreditanfrage, darf diese an Auskunfteien weitergemeldet werden. Dies hat unter Umständen eine Negativwirkung auf den Scorewert.
Im Gegensatz dazu empfiehlt es sich für Kreditsuchende zuerst eine Konditionen anfrage, bei verschiedenen Banken nach den herrschenden Kreditbedigungen zu stellen. Diese darf nämlich nicht in die Berechnung des Scorewertes einfließen.

Banken dürfen grundsätzlich die relevanten Daten aus einem Vertragsverhältnis an Auskunfteien weitergeben. Interessanterweise dürfen Daten über Konten, die keine Überziehungsmöglichkeit besitzen, also sogenannte Guthabenkonnten, nicht an Auskunfteien gemeldet werden.

Selbstverständlich liegt das größte Interesse von Banken und anderen kreditgewährenden Unternehmen auf einer rechtzeitigen Information über Kunden, die in Zahlungsrückstände gelangt sind. Allerdings dürfen diese Daten nur unter Maßgabe des § 28a Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes an Auskunfteien gemeldet werden.

Hier gelten folgende Bestimmungen:

Selbstverständlich ist eine Übermittlung immer zulässig, wenn ein vollstreckbarer Titel oder ein rechtskräftiges Urteil vorhanden ist.
Ebensolches gilt für in einem Insolvenzverfahren festgestellte und nicht bestrittene Forderungen.
Falls die kreditgewährende Stelle eine vertragliche Regelung involviert hatte, dass bei Zahlungsrückständen der Vertrag fristlos kündbar ist und den Vertragspartner auf die Weitergabe dieser Daten aufmerksam gemacht hat ist eine Übermittlung ebenfalls rechtens.
Weitergeben werden dürfen Daten ebenfalls wenn der Kunde die Forderung anerkannt hat und keine Einwände dagenen erhoben oder anderweitig dagenen aufrechnen kann.
Hat der Kunde zwei schriftliche Mahnungen erhalten und wurde ausdrücklich auf die dann folgende Datenübermittlung hingewiesen, die Forderung ist nicht bestritten und es liegt eine Frist von von vier Wochen zwischen der ersten Mahnung und der Datenweitergabe, ist diese ebenfalls nicht zu beanstanden.

Ausser der wohlbekannten Schufa sind in Deutschland noch einige andere Auskunfteien tätig, deren Geschäftszweck ähnlich dem der Schufa gestaltet ist. es handelt, sich hier, um nur einige überregional tätige Auskunfteien zu nennen die Firmen Bürgel, Creditreform, arvato, Deltavista und accumio.


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