Schufa: Die Geschichte der Schufa


Was ist die Schufa?

Die SCHUFA Holding AG ist heute die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung und als solche eine Einrichtung von Kreditinstituten, Sparkassen, Privat- und Genossenschaftsbanken, sowie des Handels und weiteren Unternehmen.

Die Ursachen

Die Geschichte der SCHUFA ist eine echte Erfolgsstory und begann bereits in den zwanziger Jahren in Berlin. Die Idee wurde durch eine Initiative der Berliner städischen Elektrizitäts AG geboren. Dieser private Stromerzeuger vertrieb ausser seinen Stromlieferungen elektrische Haushaltsgeräte in seinem Kundenstamm. Diese Artikel konnten in Raten bezahlt werden und wurden von den Stromablesern kassiert.

Die Gründung

Um gegen Zahlungsausfälle geschützt zu sein, führte die BEWAG eine Liste der pünktlich zahlenden Kunden ein, um vor einem Verkauf hier Rückschlüsse auf das Zahlungsverhalten ziehen zu können. Diese Maßnahme bewährte sich derart, dass am ersten April 1927 die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung gegründet wurde. Daher stammt auch die Abkürzung SCHUFA.

Die ersten Jahre

Schon nach kurzer Zeit waren 1,5 Millionen Kunden im Karteikartensystem der SCHUFA gespeichert. Die Schufa berichtet auf ihrer Webseite, dass bereits im Jahre 1930 eine weitere Gesellschaft in Dortmund entstand. Weitere 13 Gesellschaften entstanden in den folgenden Jahren flächendeckend in ganz Deutschland. Im Archivsystem der SCHUFA fanden sich Mitte der dreißiger Jahre die Kundendaten von 3000 Einzelhändlern aus deren Einzugsgebiet in und um Berlin.

Die SCHUFA nach dem zweiten Weltkrieg

Bereits im Jahre 1952 gründeten die damals 13 SCHUFA-Gesellschaften mit ihren 34 Niederlassungen die Bundes-Schufa. Schon 2,2 Millionen Auskünfte wurden 1954 abgerufen. 1957 wurde der Hauptsitz in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden verlegt. n der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs vervielfältigte sich die Zahl der Auskünfte und 1965 wurde erstmals die 10 Millionen Marke geknackt. Die SCHUFA firmierte damals immer noch als eingetragener Verein.

Nachdem das Karteikarten-System nicht mehr zeitgemäß war und die Anzahl der Anfragen mit dieser Methode nicht mehr bewältigt werden konnte, wurde in den 70er Jahren auf ein EDV-System umgestellt.

Im Jahre 1978 trat das Bundesdatenschutzgesetz in Kraft, das den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt. Es handelt sich hier um ein Verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt. Das heißt, dass das Sammeln, Verarbeiten, Speichern, Weitergeben oder Löschen von Daten verboten ist, es sei denn es ist durch ein Gesetz geregelt oder es liegt eine persönliche Erlaubnis des Betreffenden für diese Art der Nutzung seiner Daten vor. Seit dieser Zeit findet sich zum Beispiel auf allen Selbstauskünften oder Formularen zur Kreditbeantragung die sogenannte SCHUFA-Klausel, eine Zustimmung des Kunden zur Abfrage seiner Daten bei der SCHUFA.

Die SCHUFA heute

Im Jahre 2000 wurde die SCHUFA gründlich umstrukturiert und vom eingetragenen Verein in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seitdem ist die SCHUFA kontinuierlich gewachsen und zum größten Anbieter ihrer Branche geworden. Verschiedene speziell für die unterschiedlichen Kundengruppen entwickelten Produkte machen das Leistungsspektrum heute für viele Kunden der Finanzbranche, des Handels oder von Energielieferanten sowie der Telekommunikationsbranche unverzichtbar. Besonders durch das Internet werden viele Produkte und Dienstleistungen rund um die Uhr angeboten. Viele solche Geschäfte sind insofern Kreditgeschäfte, da auch hier auf Rechnung geliefert wird.

Voraussetzung hierfür ist Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern. Hierfür sorgen die Auskunfteien mit ihrem schnellen Informationsfluß und sie befördern dadurch viele Geschäfte. Die SCHUFA allein speichert nach eigenen Angaben 514 Millionen Datensätze zu ca. 66 Millionen Bürgern. Täglich werden momentan 275000 Anfragen bewältigt wobei festzuhalten ist, dass die positiven Informationen weit über der 90 Prozent Marke liegen.


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