Dürfen Banken Kredite verkaufen?

Prinzipiell dürfen Banken Kredite weiter veräußern und zwar nicht nur solche, bei denen der Kreditnehmer in Zahlungsverzug gekommen ist, sondern alle Kredite. Hierfür gibt es eine ganz klare höchstrichterliche Rechtsprechung. Alle Banken und Sparkassen dürfen die verschiedenen gewährten Kreditarten daher verkaufen. Handelt es sich dabei um in Schieflage gekommene Kredite darf die die verkaufende Bank sogar alle Vertrags- und Kundendaten an den Käufer weitergeben.

Wird der Kredit immer regelmäßig bezahlt, kann eigentlich nichts passieren. Aber Vorsicht, wenn der Kredit Not leidend geworden ist. Die Investoren, die solche Verträge kaufen, haben dann das Recht die bisherigen Bedingungen neu zu gestalten oder sogar die Kreditkündigung auszusprechen.

Heikel wird die Angelegenheit wenn es sich um einen verkauften Baukredit handelt. Hier können die neuen Eigentümer den Wert des Hauses neu taxieren und damit den Kredit als Not leidend einstufen. Dies könnte passieren, wenn die Immobilie in einer gesuchten Wohngegend liegt und die Investoren sich ein profitables Geschäft versprechen.
Möglicherweise wird dann auch eine Anschlußfinanzierung nicht genehmigt und die sofortige Ablösung des Baukredites verlangt.

Deshalb sollte man bei Kreditaufnahmen und das gilt für alle Kreditarten ausser dem schufafreien Kredit, eine Abrtretung durch eine diesbezügliche Ausschlußklausel bereits im Kreditvertrag verweigern. Ausserdem sollte man die kreditgebende Bank nicht vom Bankgeheimnis befreien und eine Datenweitergabe vorsorglich untersagen.

Bei den Sonderformen schufafreier Kredit, d.h. dem Schweizer Kredit und dem Liechtensteiner Kredit werden notleidende Kredite in aller Regel nicht verkauft sondern an ein Inkassobüro zum Einzug weitergereicht.


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