Immobilienkäufer können durch Griechenland-Krise viel Geld sparen

Zinsen für Immobilienkredite rutschen

 

Bielefeld (nupepa) – Billig, billiger, am billigsten: Häuslebauer und Immobilienkäufer zählen in diesen Tagen zu den Profiteuren der Griechenland-Krise.

Die anhaltende Angst an den Märkten und Flucht in deutsche Staatsanleihen haben die Zinsen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung deutlich unter die 3-Prozent-Marke gedrückt. „Mehrere Anbieter vergeben Kredite ab 2,8 Prozent, wenn Bonität und Eigenkapitalquote stimmen“, sagt Manfred Hölscher, Leiter des Baugeldvermittlers Enderlein. Das Unternehmen verzeichnet vermehrt Finanzierungsanfragen.

Laut Hölscher haben Kreditinstitute und Versicherungen in den ersten Septembertagen die Konditionen täglich nach unten angepasst. „In den vergangenen drei Monaten sind die Zinsen um fast einen Prozentpunkt gefallen. Die jetzigen Zinssätze befinden sich nur knapp über dem 50-Jahres-Tief“, erläutert Hölscher. Nach Worten des Baugeldexperten haben die Konditionen bei allen Zinsbindungen deutlich nachgegeben. 5-jährige Zinsbindung gibt es ab 2,25 Prozent, 10-jährige Zinsbindungen ab 2,8 Prozent, 15-jährige Festschreibungen ab 3,25 und Kredite mit einer Laufzeit von 20 Jahren sind ab 3,44 Prozent erhältlich.

Der Baugeldvermittler Enderlein rät zu langen Zinsbindungen. „Wer ein Darlehen mit 20 Jahren Zinsbindung wählt, kann selbst bei einer geringeren Tilgung und etwas geringerem Eigenkapitaleinsatz eine sichere Immobilienfinanzierung realisieren.“ In Anbetracht der Nervosität an den Märkten sind weitere Zinsabschläge möglich. Immobilienkäufer sollten jedoch nicht auf zusätzliche Prozentpunkte spekulieren, wenn sie ein konkretes Finanzierungsobjekt haben.

Wie es aus Bielefeld weiter heißt, sollten auch Immobilienbesitzer mit laufenden Krediten ihre Anschlussfinanzierung prüfen.

Durch so genannte Forward-Kredite können bereits heute Finanzierungen für einen späteren Zeitpunkt abgeschlossen werden. „Forward-Kredite bringen im derzeitigen Zinsumfeld nicht nur Planungssicherheit. Meist lässt sich auch die monatliche Belastung deutlich minimieren oder bei gleichbleibender, gewohnter monatlicher Rate die Laufzeit bis zur vollständigen Rückzahlung radikal verkürzen.“

Quelle: http://www.nupepa.de/thema/finanzen/text-187951/

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